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Jörn Ziegler
Vorstand von ChildFund Deutschland, Geschäftsleitung der ChildFund Stiftung

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Jürgen Kessler Stiftung: Ausbildung von Familienhebammen.

Die 2007 per Testament errichtete Jürgen Kessler Stiftung fördert ausschließlich Projekte in den neuen Bundesländern – und unterstützt so gezielt benachteiligte Familien in Deutschland. Zum Beispiel mit der Ausbildung von Familienhebammen in Thüringen.

Hilfsbedürftige Familien in den neuen Bundesländern zu fördern – das ist das ausdrückliche Anliegen der Jürgen Kessler Stiftung, die 2007 nach dem letzten Willen des Stifters als Treuhandstiftung unter dem Dach der ChildFund Stiftung errichtet wurde. Denn auch hierzulande gibt es Armut: Sie ist zwar weniger offensichtlich, aber gerade deshalb umso bitterer für die Betroffenen. Denn arm sein grenzt aus, macht unsichtbar, nimmt die Chance auf gesellschaftliche Teilhabe. Als bisher einzige Stiftung unter dem Dach der ChildFund Stiftung gGmbH unterstützt die Jürgen Kessler Stiftung benachteiligte Familien in Deutschland, indem sie per Satzung ausschließlich Projektvorhaben im Inland fördert – wie die Ausbildung von Familienhebammen im thüringischen Erfurt. Diese begleiten junge Familien meist bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Durch die längere und intensivere Form der Betreuung sind sie für die Mütter eine wichtige Stütze – und verhelfen deren Kindern so zu einem Start in ein Leben, das gelingt.

Projektinfos

  • Ausbildung von 14 Familienhebammen in Thüringen
  • Hilfe für Schwangere und Mütter mit Babys in Notlagen
  • Finanzierung durch die Jürgen Kessler Stiftung unter dem Dach der ChildFund Stiftung
  • Dauer der Fortbildung: 6 Monate

Hilfe in Notlagen

Familien und Kinder in besonderen Notlagen optimal zu unterstützen – das ist die wichtigste Aufgabe einer Familienhebamme. Sie betreut Schwangere und Mütter mit Babys, die gesundheitlichen, medizinischen oder sozialen Risiken ausgesetzt sind. Neben ganz jungen, alleinerziehenden oder psychisch erkrankten Müttern gehören dazu beispielsweise auch sehr kinderreiche

Explizite Förderung für benachteiligte Familien in Deutschland.

Familien, Familien mit Migrationshintergrund oder Sucht- und Drogen-Konstellationen. Meist erfolgt die langfristige, intensive Betreuung in der vertrauten häuslichen Umgebung. Dabei arbeitet die Familienhebamme eng mit Ämtern, Ärzten und Psychologen zusammen. Vermeidbare Gefahren können so früher erkannt und besser abgewendet werden.



Etabliertes Modell

Die ersten Familienhebammen wurden 1980 in Bremen ausgebildet. Dadurch konnte die Säuglingssterblichkeit in der Hansestadt nachweislich gesenkt werden. Deshalb etablierte sich das Erfolgsmodell Familienhebamme schon bald in vielen anderen Bundesländern. In Thüringen wurde die Fortbildungsmaßnahme nun schon zum dritten Mal angeboten. Geplant und realisiert wird sie vom Hebammen-Landesverband Thüringen in enger Kooperation mit der Thüringer Stiftung FamilienSinn. Neben den allgemeinen Leistungen einer Hebamme steht vor allem die Förderung des Selbsthilfepotenzials der Frauen im Mittelpunkt. Dadurch wird eine optimale Unterstützung von Familien und Kindern sichergestellt.

Erfolgreich ausgebildet

Das hierfür benötigte Fachwissen in psychosozialen und lebenspraktischen Fragen vermittelt die Fortbildung ebenso wie Kenntnisse über die Leistungen und Wirkungsweise der örtlichen Jugendhilfe und anderer regionaler Hilfesysteme. Nach dem sechsmonatigen Kurs, dessen Kosten maßgeblich von der

14 Frauen wurde die Fortbildung zur Familienhebamme mitfinanziert – eine
wichtige Unterstützung für junge Mütter in Notlagen.

Jürgen Kessler Stiftung getragen wurden, konnten am 28. Mai 2009 14 frisch gebackene Familienhebammen ihre Abschlusszertifikate entgegennehmen. Aufgrund des großen Erfolgs ist im Dezember 2010 bereits ein weiterer Kurs gestartet – ebenfalls mit Unterstützung der Jürgen Kessler Stiftung.